Montag, 14. November 2011

Hegel – Alles zur Vernunft gebracht

An einem 14. November starb in Berlin der in Stuttgart geborene Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831). Als junger Mann entwarf er in Frankfurt am Main zusammen mit seinen Tübinger Studienfreunden Hölderlin und Schelling ein idealistisches System der Philosophie. Idealisten waren sie im Sinne eines Vernunftgebrauchs, der sich in erster Linie nicht als realistisch an vorgegebenen Tatsachen orientiert versteht, sondern als vollendete Tatsachen erzeugend. Darin waren Kant und Fichte die Impulsgeber für die drei Freunde. Hegel prägte anschließend in Jena, Nürnberg und Heidelberg den philosophischen Idealismus auf eine Weise aus, dass er das gesamte Weltwissen seiner Zeit als dialektischen Zusammenhang darstellen konnte: als ein organisches Ganzes, in dem sämtliche Phänomene integriert sind, die sich auf den ersten und vielleicht auch noch auf den zweiten Blick dagegen zu sperren scheinen, zu einem geschlossenen System zu gehören.

QUELLEN
Hegel: Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften (Suhrkamp 1970)
Sloterdijk/Schulte (Hg.): Philosophie jetzt! Hegel (Diederichs 1996)

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