Mittwoch, 2. November 2011

Boole – Von der philosophischen Logik zur Computertechnik

An einem 2. November wurde im englischen Lincoln George Boole geboren (1815-1864). Der Beitrag dieses Autodidakten zur Philosophie war der Entwurf einer logischen Vorgehensweise, die das aristotelische Denken und das euklidische zusammenführte. Das kam der Begründung einer rein formalen, mathematischen Logik gleich, mit deren symbolischem Sprachvermögen man zum Beispiel in der Lage war, auf Widersprüche in Cantors Mengenlehre hinzuweisen. Die auch Boolesche Algebra genannte Methode hat wegen ihrer Einschränkbarkeit auf zwei logische Zustände – wahr und falsch bzw. 0 und 1 –  im 20. Jahrhundert als Schaltalgebra die Computertechnik entscheidend vorangebracht. Der Mathematikprofessor Boole starb 49-jährig in der irischen Grafschaft Cork an einer Lungenentzündung.

QUELLEN
Fröba/Wassermann: Die bedeutendsten Mathematiker (Marix 2007)
Volpi (Hg.): Großes Werklexikon der Philosophie (Kröner 2004)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen